Veranstaltungsort
Wir treffen uns seit dem 25. Juni 2015 im neuen Gebäude des Instituts für Prähistorische Archäologie der FU Berlin (in der Holzlaube), Raum 2.2059, Fabeckstr. 23-25 (14195 Berlin).
Die Treffen finden traditionell i.d. Regel montags statt.


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Unter folgendem Link erhalten Sie eine Übersicht zu den letztjährigen Exkursionen.


Vortragsprogramm für das Jahr 2017

27. November

18 Uhr: Claus Deimel, Hamburg

Stimmen aus dem indianischen Amerika 45 Jahre ethnologische Forschung in der Sierra Tarahumara im Norden Mexikos

Der Vortrag möchte die Situation des Forschers in spätkolonialer Zeit (also heute) beschreibend in eine wissenschaftliche Fragestellung einbetten und zeigen, in welcher Weise soziale Beziehungen dem Druck von ökonomischer und demographischer Verdrängung standhalten und sich neu bilden können. Der Vortrag beschreibt eine mehr als vier Jahrzehnte andauernde Forschung mit einer kleineren Gruppe der Rarámuri der Sierra Tarahumara und entwickelt eine ethnologische Form der Darstellung, soziale Beziehungen in indigenen Denk- und Verhaltensweisen sprechen zu lassen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit einen Film des Autors: „Die Masken des Simón Morales. Kleine Philosophie von Eigenen und vom Anderen“ (28 min) zu sehen.

11. Dezember

18 Uhr: Susanne Stegmann-Rajtár, Nitra

Neue Erkenntnisse zur Hallstattzeit in der westlichen Slowakei aufgrund der Grabungen in der befestigten Höhensiedlung Smolenice-Molpír

In der späten Urnenfelder- und in der Hallstattzeit fällt das nordwestliche Karpatenbecken durch eine bemerkenswerte kulturelle Vielgestaltigkeit auf. Vor allem die Landschaft der westlichen Slowakei war ein Kontaktgebiet von drei Bereichen: des mitteldonauländischen, Lausitzer und reiternomadischen Kulturkreises. Im älteren Abschnitt der Hallstattzeit (Hallstatt C) gehörte dieses Gebiet der Osthallstattkultur an. Stellvertretend waren vor allem die Kalenderberggruppe und die Hallstattgruppe des mittleren und nordöstlichen Transdanubiens. Nach dem Zusammenbruch des osthallstättischen Kultursystems verbreitete sich in diesem Gebiet, mit Schwerpunkt in der Stufe Hallstatt D, die Vekerzug-Kultur aus.
Die umfangreichen Grabungen auf der befestigten Höhensiedlung Smolenice-Molpír wurden für das Archäologische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Nitra in den Jahren 1963-1971 durch Sigrid und Mikuláš Dušek durchgeführt. Schon damals deuteten die Funde auf eine unterschiedlich intensive Besiedlung in vielen vor- und frühgeschichtlichen Perioden hin, wobei die hallstattzeitlichen Funde jedoch eindeutig die Mehrheit bildeten. Während in der ersten und zweiten Vorburg nur wenig gegraben wurde, hat man sich vor allem auf die Freilegung der Hauptburg (Akropolis) konzentriert und eine enorme Zahl von Keramik und Kleinfunden festgestellt. Kleinere Nachgrabungen und geophysikalische Prospektionen haben 2008 in Kooperation mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattgefunden. Im Jahr 2015 haben weitere Nachgrabungen und auch LIDAR-Untersuchungen mit Unterstützung des Bürgervereins der Gemeinde Smolenice, stattgefunden.
Der Vortrag befasst sich mit den Ergebnissen bisheriger Forschungen auf dem Smolenice-Molpír. Das Fundmaterial der langjährigen Grabungen illustriert mit seiner verschiedenartigen Zusammensetzung zunächst regionale Entwicklungen innerhalb der nordostalpinen Hallstatt- und Lausitzer Kultur, darüber hinaus gibt es aber auch viele fremde Elemente, die Fernbeziehungen einerseits zum Südostalpenraum und zum südöstlichen Karpatenbecken und andererseits zum westlichen Mitteleuropa erkennen lassen. Die Bedeutung der Höhensiedlung liegt vor allem darin, dass sie im Schnittpunkt des mitteldonauländischen, lausitzer und reiternomadischen Kulturkreises entstand und sich in der älteren Hallstattzeit zu einem der bedeutendsten Zentralplätze am Nordrand des ostalpinen und westpannonischen Gebietes entwickelte.



 

Bereits gehaltene Vorträge

30. Januar

18 Uhr: Hilke Thode-Arora, München

Für fünfzig Pfennig um die Welt: Völkerschauen zwischen Schaugeschäft, Wissenschaft und Kolonialpolitik

Völkerschauen waren Schaustellungen Menschen fremder Kulturen, die einem staunenden Publikum gegen Eintrittsgeld Darbietungen aus ihrer Herkunftsregion boten – um 1900 eine weitverbreitete Attraktion des europäischen Unterhaltungsgeschäfts. Musikdarbietungen, Tänze und Kampfszenen faszinierten die Besucher ebenso wie ein Blick in das ‚tägliche Leben’ der frei zugänglichen Völkerschau-‚Dörfer‘. Viele Schauen gingen auf Tournee und erreichten ein Millionenpublikum. Zugleich waren Völkerschauen von Interesse für die jungen Wissenschaften der physischen Anthropologie und der Ethnologie mit ihrer noch geringen Datenbasis. Sie boten die bequeme Möglichkeit einer Forschung am Wohnort; für die Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte etwa fanden regelmäßig Sondervorstellungen mit Gelegenheit zu körperlicher Vermessung und Befragung der Anwesenden statt. Aus kolonialpolitischer Sicht sollten die Schauen auf Kolonialausstellungen dem Publikum das Leben in den Kolonien anschaulich machen und den Völkerschauteilnehmern einen Eindruck von der militärischen und technologischen Überlegenheit Europas vermitteln. Allerdings reisten die Völkerschauteilnehmer oft mit ihrer eigenen Agenda, die sie in Europa umzusetzen hofften.

27. Februar

18 Uhr: Angelika Burkhardt, Braunschweig

Die jungen Männer von Borkum – Aus den Ergebnissen der anthropologischen Untersuchung einer Skelettstichprobe vom sog. Walfängerfriedhof der Nordseeinsel Borkum

Eine archäologische Grabung am alten Leuchtturm der Nordseeinsel Borkum, dem ehemaligen Kirchenstandort, förderte auch die Überreste historischer Inselbewohner zu Tage, die bis 1720 dort bestattet worden waren. Laut Inselgeschichte haben die Borkumer vor der Blütezeit, die der Walfang ihnen im 18. Jh. bescherte, hauptsächlich von der Viehwirtschaft gelebt, nebenher aber auch Küstenschifffahrt und Fischerei betrieben. Um 1606 lebten 164 Personen in 45 Familien auf der Insel. Erwartet wurde daher eine gemischte Friedhofsbelegung, welche die kleine bäuerliche Inselpopulation widerspiegelt: Männer und Frauen unterschiedlichen Alters sowie viele Kinder. Die 82 Skelettindividuen, die der anthropologischen Untersuchung zugeführt worden waren, erfüllten diese Erwartungen nicht, denn die Gruppe bestand mehrheitlich aus jungen und jugendlichen Männern. Aktivitätsmarker im Skelett der großen und kräftigen Männer verwiesen nicht nur auf eine überdurchschnittliche körperliche Beanspruchung, sondern mussten annehmen lassen, dass die Männer ihre Körper weit über das physiologisch Normale hinaus strapaziert hatten. Die männlichen Jugendlichen waren darüber hinaus von derselben schweren Erkrankung, die mit Entzündungen im gesamten Skelettsystem sowie in Anthropologie und Medizin bis dato unbekannten Knochenstrukturen einherging, dahingerafft worden. Wer waren diese Männer und was taten und litten sie in ihrem Leben? Die hartnäckige Suche nach den Ursachen des „Borkum Syndroms“, wie der Symptomkomplex vorläufig genannt wurde, zog weite Kreise, führte auf falsche Fährten und in Sackgassen. Aber Kommissar Zufall löste schließlich den Fall.

27. März

Achtung! Diesmal in Raum: 0.2002

18 Uhr: Raimund Masanz, Berlin

700 Kilo römischer Geschichte – Der Fund von Neupotz in Berlin

Unter den Bezeichnungen „Barbarenschatz“ und „Alamannenbeute“ ist ein Konglomerat aus über 1000 zumeist metallenen römischen Objekten in die Forschungsliteratur eingegangen. Der so benannte Massenfund wurde beim Kiesabbau zwischen 1967 und 1997 aus einem Altrheinarm nahe der rheinland-pfälzischen Ortschaft Neupotz geborgen.
Neben Küchen-, Koch- und Tafelgeschirr beinhaltet er vor allem eiserne Werkzeuge und Beschläge römischer Lastwagen. Er ist ein Zeugnis des Alltagslebens im römischen Gallien wie auch der Geschichte des ereignisreichen 3. Jahrhunderts n. Chr. in den römischen Nordwestprovinzen. Seit Ende letzten Jahres ist er in die Dauerausstellung des Neuen Museums einbezogen, wo ein repräsentativer Querschnitt des riesigen Objektbestandes im „Bacchussaal“ ausgestellt wird.
Der Vortrag wird den Fund in seiner Zusammensetzung vorstellen, seine Aussagekraft als archäologische Quelle ergründen und die bislang vorgeschlagenen Interpretationen kritisch beleuchten.

24. April

17 Uhr: Mitgliederversammlung

Tagesordnung:
Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden
Kassenbericht für das Jahr 2016
Bericht der Rechnungsprüfer
Aussprache zu den Berichten
Entlastung des Vorstands und des Schatzmeisters
Neuwahl des Vorstands
Tätigkeitsbericht der Zeitschrift für Ethnologie (Lars-Christian Koch)
Planung einer Exkursion
Verschiedenes

Anschließend finden in einer öffentlichen Sitzung ab 18 Uhr die Vorträge der diesjährigen Preisträger des Rudolf-Virchow-Förderpreises statt.

Alexandra Bauer, Berlin
„Von dieser verkniffenen Zugehörigkeit frei machen“. Transnationale Lebensgeschichten und Mehrfachzugehörigkeiten unter südkoreanischen Frauen in Deutschland

Stephanie Bealek, Tübingen
„Teenagerschwangerschaften" – ein modernes Phänomen? Junge Mütter im archäologisch-anthropologischen Kontext

Ruben Wehrheim, Frankfurt am Main
Symposion am Ipf? Zum Auftreten griechischer Keramik auf nordalpinen Fürstensitzen

29. Mai

18 Uhr: Gisela Stappert, Frankfurt/Main

Felsbilder: Kulturerbe der Menschheit
Leo Frobenius und seine Malerinnen

Für den in Berlin geborenen Ethnologen und Forschungsreisenden Leo Frobenius (1873–1938) zählte die Bilddokumentation zu den grundlegenden wissenschaftlichen Methoden seines 1898 in Berlin eingerichteten Afrika-Archivs und späteren Instituts für Kulturmorphologie. Die umfangreichen Bildersammlungen des heutigen Frobenius-Instituts an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, das seit 1946 den Namen seines Gründers trägt, sind weltweit bekannt.
Frobenius betrachtete ethnografische Bilder und Felsbildkopien grundsätzlich als wissenschaftliche und künstlerische Werke und wusste ihren komplementären Charakter wie wohl kein Zweiter gezielt einzusetzen. Daher gehörten stets auch professionell ausgebildete Maler, vor allem aber Malerinnen, zu den Expeditionsteams der 22 Forschungsreisen, die bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1939 unternommen wurden. Allein für die 16 zwischen 1913 und 1939 durchgeführten Felsbildexpeditionen nach Afrika, Indonesien, Australien sowie nach Nord- und Südeuropa fertigten die Maler und Malerinnen unter für uns heute kaum vorstellbaren Bedingungen rund 5000 Kopien von Felsbildern und Höhlenmalereien an.
Elf der insgesamt 20 Zeichenkünstler waren Frauen, sie sollen im Mittelpunkt des Vortrags stehen, in dem u.a. der Frage nachgegangen wird, warum Frobenius offensichtlich bevorzugt Frauen engagiert hat.

26. Juni

18 Uhr: Erich Kasten, Fürstenberg/Havel

Versöhnungsfeste mit der Natur im Nordosten Sibiriens Kilvej und Ololo der Korjaken auf Kamtschatka

Das Weltbild vieler indigener Völker ist geprägt durch Erfahrungen des unmittelbaren Zusammenlebens mit der Natur. Da deren Kräfte ihnen nicht durch den Menschen beherrschbar erscheinen, suchen sie nach Wegen der Verständigung um sie zu ihrem Wohl zu beeinflussen. Bei Völkern auf Kamtschatka geschieht dies durch besondere rituelle Handlungen vor allem während jahreszeitlicher Feste. Durch das Ololo-Fest der Küstenkorjaken und das Kilvej-Fest der Rentierhalterkorjaken versuchen sie sich mit der Natur zu versöhnen, für das, was sie von ihr zum eigenen Überleben hatten nehmen müssen. Zunächst wird einleitend zusammengefasst, wie reisende Gelehrte und Ethnologen seit Mitte des 18. Jahrhunderts diese Feste erlebt und gegen den Hintergrund ihrer Zeit interpretiert hatten. Danach wird anhand eigener Feldforschungsergebnisse gezeigt, wie diese Feste bis heute durchgeführt werden und welche Bedeutungserweiterungen sie für die Beteiligten vor allem in neuerer Zeit erhalten haben. Fotos und kürzere Filmbeispiele illustrieren deutliche Variationen dieser Feste, wie sie an verschiedenen Orten dokumentiert wurden.

31. Juli

18 Uhr: Hans Dieter Ölschleger, Bonn

Die Ainu: Über "gute Wilde", missing links und eine diskriminierte Minderheit im Norden Japans

Den meisten Deutschen sind die Ainu wohl nur bekannt aus dem Kreuzworträtsel als Antwort auf die Frage nach den Ureinwohnern Japans. Um eine wichtige Aussage des hier angekündigten Vortrages vorwegzunehmen: das waren sie nicht. Die Ainu sind vielmehr die indigene Bevölkerung der japanischen Nordinsel Hokkaido, der südlichen Hälfte Sachalins und der Insel der Kurilenkette. Und entgegen einer heute oft geäußerten Meinung, sind sie auch nicht ausgestorben, es hat vielmehr den Anschein, dass heute so viele Ainu leben wie nie zuvor, und das als weiterhin diskriminierte Minderheit in Japan.
Erste Kunde von der Existenz der Ainu erreichte Europa bereits wenige Jahre, nachdem der portugiesische Abenteurer Fernão Mendez Pinto 1543 als erster Europäer nach Japan gekommen war. In den folgenden Jahrhunderten standen sie im Blickpunkt des wissenschaftlichen Interesses als „Gute Wilde“ (einem nahen Verwandten des „Edlen Wilden“ der europäischen Aufklärung), dann als die vermeintlich „primitivste“ Kultur der Welt, als missing link zwischen Mensch und Tier, schließlich wurden zur Lösung des so gennannten Ainu-Problems die abenteuerlichsten Theorie über ihren Ursprung, ihre Zugehörigkeit zu den Kaukasoiden und ihre vermeintlichen Wanderungen an den Ostrand des eurasischen Kontinents diskutiert. In diesem Zusammenhang muss auch auf die Beschäftigung der physischen Anthropologie mit den Ainu eingegangen werden, was zu einer nicht unbeträchtlichen Zahl von Knochen (Schädel, aber auch komplette Skelette) von Ainu in europäischen Sammlungen geführt hat.
In diesem Vortrag soll allerdings nicht nur diese sich wandelnde Sicht der Ainu in der westlichen Wissenschaft und Öffentlichkeit nachgezeichnet werden, es soll ebenso versucht werden, ein realistisches Bild der Geschichte und der Kultur dieser ethnischen Gruppe zu entwerfen, von ihrer Entstehung im 12./13. Jahrhundert bis zur neuerlichen Entwicklung einer eigenständigen ethnischen Identität vor allem nach dem Ende des Pazifischen Krieges – finden wir hier schließlich den Grund, der auch zur Forderung der Ainu nach Rückgabe der sterblichen Überreste ihrer Angehörigen geführt hat.

30. Oktober

18 Uhr: Peter Bolz, Berlin

Johan Adrian Jacobsen – Sammler für das Königliche Museum für Völkerkunde Berlin

Der Norweger Adrian Jacobsen (1853-1947) begann seine Karriere in Deutschland im Jahre 1877 als Organisator von Völkerschauen für den Tierhändler Carl Hagenbeck in Hamburg. 1881 machte er Adolf Bastian, dem Direktor des Berliner Museums für Völkerkunde, das Angebot, mit seinem Schiff „Eisbär“ eine Sammelreise rund um die Welt durchzuführen. Dazu gründete Bastian, seit 1869 auch im Vorstand der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU), ein „Hilfs-Comité für Vermehrung der ethnologischen Sammlungen der Königlichen Museen zu Berlin“. Dieses „Comité“ bestand aus wohlhabenden Berliner Bürgern, Vorsitzender war der Bankier Isidor Richter, Stellvertreter der Bankier Valentin Weisbach, beide Mitglieder der BGAEU.
Ausgestattet mit über 20.000 Reichsmark konnte Jacobsen auf Sammelreise gehen, allerdings nicht wie vorgesehen rund um die Welt, da Bastian die Pläne geändert hatte und ihn nach British Columbia und Alaska schickte. Von dort sandte Jacobsen bis zu seiner Rückkehr 1883 etwa 7.000 Objekte nach Berlin. In der Sitzung vom 24. November 1883 berichtete er vor den versammelten Mitgliedern der BGAEU von dieser strapaziösen aber erfolgreichen ersten Sammelreise für das Berliner Museum.
Bis 1888 führte Jacobsen weitere Sammelreisen nach Nordost-Asien und Indonesien durch und brachte erneut mehrere tausend Objekte nach Berlin, stets in der Hoffnung, eine feste Anstellung am Museum zu erhalten. Bemerkenswert an diesen Reisen ist, dass sie nicht vom Preußischen Staat, sondern von engagierten Berliner Bürgern finanziert wurden, die sich in der damaligen „Gründerzeit“ als Mäzene für die Ethnologie stark machten. Die Geschichte von Jacobsens Reisen ist somit auch ein Teil der Geschichte der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.




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