Workshop, Domäne Dahlem, Samstag, den 14. Mai. 2011:

 

Rinderstärken: das Rind als Zugtier in Vorgeschichte und traditioneller Landwirtschaft

 

Das Rind ist als Zugtier in Westeuropa seit dem 2. Weltkrieg fast vollständig  ver­schwunden, und wo es nicht vom Traktor verdrängt wurde, wird heute mit Pferden gearbeitet. Ent­sprechend nimmt die Erforschung der Kulturgeschichte des Pferdes auch in der Archäologie eine prominentere Rolle ein als das Rind, obwohl die Zug­nutzung des Pferdes vermutlich einen späten „Technologietransfer“ vom Rind her darstellt. Im Workshop werden wir zunächst den aktuellen Stand der Forschung zur Vor­geschichte der Rindernutzung darstellen, wobei aktuelle Neufunde und  theo­retische Konzepte wie das der tierischen Sekundärprodukte beleuchtet werden sollen. Die anschließende praktische Arbeit mit dem Zugrindergespann der Domäne Dahlem veranschaulicht Kraft und Gelehrigkeit von Rindern als Zugtieren, die jener des Pferdes nicht nachsteht. Abschließend werden wir die vorgeschichtliche Evidenz aus diesem interdisziplinären Blickwinkel neu betrachten.

 

Ablauf:

10.00                          Treffen Eingang Domäne Dahlem (U-Bahn-Station Dahlem Dorf)

10.15 – 11.45              Archäologische Evidenz zur Rindernutzung in der Vorgeschichte

11.45 – 13:15              Mittagspause; Gelegenheit zum Besuch des Domänenmarktes mit Imbissmöglichkeiten, zur Einkehr im „Alten Krug“ oder zum Besuch der preisgekrönten Pommesbude Dahlem-Dorf

13.15-14.45                Anatomie und Psyche des Rindes, Zuggeschirr, praktische Arbeit mit dem Rindergespann

14.45 – 15:30              Kaffeepause

15:30 – 17:00              Vorgeschichtliche Zugrindnutzung in interdisziplinärer Perspektive

 

Leitung:          Astrid Masson, Betriebsleiterin Landwirtschaft Domäne Dahlem

Eva Rosenstock, Institut für Prähistorische Archäologie der FU Berlin

  

 

    

 

Unkostenbeitrag pro Person: 14 €

 

Anmeldefrist: Bis zum 15. April (auch per mail möglich: a.haensel@smb.spk-berlin.de)